AUSSTELLUNGEN IM OSTHAUS MUSEUM 2010
ADOLF LUTHER - Licht Sehen
So., 6. Dezember 2009 - So., 11. April 2010
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Lichtbrechungen, Spiegelungen und Raummar-
kierungen sind die Mittel, mit denen circa 30 Arbeiten von Adolf Luther (1912-1990) im Ost-
haus Museum Hagen das Unsichtbare sichtbar machen. Der Krefelder fand um 1960 über die Arbeit mit dem Material Glas zu den Themen Licht und Entmaterialisierung bzw. zum Licht als Gestaltungsfaktor im Raum. In der Folge ent-
wickelte er sich zu einem der Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Op Art in Deutschland. „Unsere Wirklichkeit ist eine, eine von vielen möglichen. Ich gehe von einer Lichtwirklichkeit aus. Dort ist alles anders. Kunst ist ein Verfahren, Wirklichkeit zu gewinnen.“ (Adolf Luther)
ISTANBUL. SAMMLUNG HUMA KABAKCI - Türkische Kunst von 1950 bis 2010
So., 9. Mai - 25. Juli 2010
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Das Osthaus Museum Hagen zeigt vom 9. Mai bis 25. Juli 2010 als erstes Museum in Europa über 130 Werke aus der renommierten Sammlung Huma Kabakci. Die Sammlung vereint Hauptwerke türkischer Malerei und Bildhauerei von 1950 bis heute. Sie erlaubt einen neuen und fundierten Einblick in das Kunstgeschehen der Türkei und spannende Perspektiven auf das Kunstschaffen in Istanbul, der einzigen Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Hier verbindet sich der kritische Blick auf das Kulturgeschehen im Westen mit Traditionen aus über dreitausend Jahre Kulturgeschichte zu einer aufregenden, manchmal explosiven Mischung. Die bedeutende Sammlung von Nahit Kabakci, die den Namen seiner Tochter Huma trägt, umfasst auch ein Konvolut von 120 Fotografien des international hoch geachteten türkisch-armenischen Magnum-Fotografen Ara Güler, dessen Werke ebenfalls präsentiert werden. Die Fotografien von Ara Güler dokumentieren das Alltagsleben der Stadt Istanbul der vergangenen Jahrzehnte. Die Ausstellung wurde offiziell als Kooperationsprojekt in das Programm von Ruhr.2010 aufgenommen und wird im gleichen Jahr auch in der Kulturhauptstadt 2010 Pécs (Ungarn) gezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Edition Braus.
M.C. ESCHER - Illusion und Wirklichkeit
So., 6. Dezember 2009 - So., 11. April 2010
Verblüffend, faszinierend und anregend wirken die Bilder des holländischen Grafikers M.C. Escher (1898-1972). Sie hinterfragen die Routine der Wahrnehmung und beweisen: nicht alles, was logisch scheint, ist auch wahr. Über Eschers ungewöhnliche Konstruktionen haben ähnlich viele Mathematiker wie Kunsthistoriker geschrie-
ben. Eine Wiederentdeckung dieses unverwech-
selbaren Bildforschers ermöglichen 130 Werke aus dem Herakleidon-Museum in Athen.
PAVEL FEINSTEIN - Drama der Wahrscheinlichkeiten
So., 8. August 2010 - So., 3. Oktober 2010
Figurativ, feinsinnig und bodenlos: Der in Moskau geborene Künstler Pavel Feinstein erschafft mit brillanter Maltechnik Werke voll erzählerischer Kraft. Fische auf gedeckten Tischen, Paare knie-
tief im Wasser und schläfenlockige Jünglinge in bewusster Pose bieten sich dem Blick dar. Den scheinbar schlichten Motiven wohnt eine Dramatik inne, die sich nicht nur Feinsteins klassischer, nahezu akademischer Malweise verdankt. Auf der Spur der Sinnebenen wandert das Auge durch eine merkwürdig bekannt-fremde Bildwelt. Die oft großformatigen Stillleben und szenischen Figurenbilder bewahren ihre Geheimnisse in den locker gemalten Oberflächen vor dunkel gedrängten Hintergründen. Dem Betrachter eröffnen sie damit ungeahnte Räume voll schwebender Bedeutungen.


